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Presse-Statement zum angekündigten Personalabbau bei Airbus von Bernhard Stiedl, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ingolstadt

Nachdem Airbus heute Zahlen zum angekündigten Personalabbau im Konzern veröffentlicht hat, steht nun fest, in welchem Umfang auch die deutschen Standorte betroffen sind. Insgesamt will Airbus, nach eigenen Angaben, 15.000 Stellen abbauen. Die deutschen Standorte trifft das geplante Stellenabbauprogramm überproportional mit 6.000 Stellen.

„Airbus hat einen massiven Stellenabbau angekündigt. Deutschland soll es dabei besonders hart mit 6.000 Arbeitsplätzen treffen. Dies werden wir so nicht akzeptieren. Bei Airbus Defence and Space sollen 2.665 Stellen, davon 926 Arbeitsplätze in Deutschland, gestrichen werden. In welchen Umfang der Standort Manching betroffen ist, will das Unternehmen am Donnerstag den Arbeitnehmervertretern mitteilen. Aus Sicht der IG Metall ist jedoch ein Personalabbau in Manching unter Berücksichtigung der derzeitigen Auftragslage und der erwarteten Programme für den Standort der falsche Weg. Das Unternehmen muss ein gesteigertes Interesse daran haben, Know-how und gut ausgebildetes Personal im Betrieb zu halten. Es geht dabei um den Erhalt von Schlüsseltechnologien der militärischen Luftfahrtindustrie in Deutschland.

Ebenso ist eine Neubewertung der Tornado-Nachfolge dringend geboten. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sollte die Bundesregierung auch an die heimischen Arbeitsplätze denken und solche Aufträge nicht an die amerikanische Konkurrenz vergeben. Zumal die USA zeitgleich einen Truppenabzug aus Deutschland plant.“

Bernhard Stiedl
Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ingolstadt