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IG Metall Ingolstadt und Betriebsräte setzen ein klares Zeichen gegen die Pläne des Restrukturierungsprogramms SPACE bei Schaeffler und fordern, die vorgelegten Alternativkonzepte umzusetzen.

(Ingolstadt) Seitdem Schaeffler im September 2020 seine weitreichenden Abbaupläne für Deutschland im Rahmen von SPACE ankündigte, die 4.400 Arbeitsplätze gefährden, liefen die Aktivitäten von Gesamt- und Konzernbetriebsrat und IG Metall trotz Corona-Pandemie auf Hochtouren. Auch am Standort Ingolstadt, an dem 40 Stellen wegfallen sollen, veranstalteten die IG Metall und der Betriebsrat eine Tor-Aktion mit  den Beschäftigten.

Die örtlichen Betriebsräte sowie die IG Metall unterstreichen mit einem bundesweiten Aktionstag am Freitag, 5. Februar 2021, bei Schaeffler ihre Forderung, in den Verhandlungen zum Restrukturierungsprogramm SPACE alle Standorte zu erhalten und auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

„Wir fordern das Unternehmen nachdrücklich auf, die betriebswirtschaftlich tragfähigen Gegenvorschläge der Betriebsräte aufzunehmen. Es liegt nun am Arbeitgeber, diese Alternativkonzepte in nachhaltigen und zukunftssichernden Vereinbarungen zu fixieren. Das Unternehmen ist jetzt in der Pflicht, die Ursprungspläne zu überdenken und den Betriebsräten und den Beschäftigten Alternativen für die Standorte aufzuzeigen“, betont der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Ingolstadt, Bernhard Stiedl.

Robert Lauffer, Betriebsratsvorsitzender bei Schaeffler in Ingolstadt, sagt: „Der Aktionstag belegt, dass wir als Betriebsräte eine klare Erwartung an das Unternehmen haben, nämlich sich in den Verhandlungen für Alternativen zu öffnen, diese ernsthaft anzuerkennen und über die Umsetzung zu verhandeln. Die Belegschaft will Klarheit über die Auswirkungen des Programmes SPACE und was diese für ihre Zukunft bedeuten. Wir kämpfen mit und für unsere Kolleginnen und Kollegen! Statt Schließung oder Verkauf von Standorten setzen wir auf technologische Kreativität und zukunftsfähige Produkte, um Standorte wie Ingolstadt weiterzuentwickeln und auch das Produktionsvolumen zu steigern“, so Lauffer weiter.

Seit Jahrzehnten fertigt der Schaeffler Standort Ingolstadt Elemente für Verbrennungsmotoren. Wegen der Transformation wird sich der Standort Ingolstadt auf die Fertigung neuer Produkte im Bereich der E-Mobilität einstellen müssen. „Der Standort Ingolstadt ist bereit für diese Veränderung. Wir fordern eine echte Chance für den Standort und Sicherheit für die Beschäftigten in Ingolstadt“, so Robert Lauffer.