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Die IG Metall Ingolstadt bereitet sich auf die bevorstehende Tarifrunde 2020 vor. Die zentralen Ziele richten sich an der Beschäftigungssicherung in Zeiten der Veränderung und Transformation aus. Daher schlägt die IG Metall ein „Moratorium für einen fairen Wandel“ vor.

Ingolstadt, 24. Januar 2020. Die IG Metall Ingolstadt blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. In der Automobilindustrie und im Zulieferbereich konnte in ganz Deutschland verfolgt werden, wie Arbeitsplätze abgebaut und zum Teil ganze Standorte geschlossen wurden. In Ingolstadt konnte die IG Metall das verhindern. „In einem turbulenten Jahr ist es uns gelungen, in vielen Bereichen und an vielen Standorten betriebsbedingte Kündigungen oder gar Standortschließungen zu verhindern. Wir stehen damit als verlässlicher Partner an der Seite der Beschäftigten und erkämpften Sicherheit für unsere Mitglieder in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation“, so Bernhard Stiedl, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ingolstadt. „Die Mitglieder haben unseren Einsatz honoriert und so können wir nach einem äußerst schwierigen Jahr, nicht ohne Stolz, verkünden, dass Ingolstadt nach wie vor über der Marke von 50.000 Mitgliedern liegt“, ergänzt die Zweite Bevollmächtigte, Tamara Hübner.

Aber bereits zu Beginn des neuen Jahres stehen große Aufgaben an. Die Tarifrunde 2020 beginnt. Aufgrund der aktuellen Unsicherheiten in den Betrieben, hat die IG Metall keine bezifferte Entgeltforderung. Die IG Metall setzt dagegen einen Schwerpunkt auf die Beschäftigungssicherung in der Transformation. „Wir schlagen den Arbeitgebern viele Möglichkeiten vor, die einen Beschäftigungsabbau vermeiden. Durch Kurzarbeit oder Weiterbildung über das Qualifizierungschancengesetz gibt es Wege, aber vor allem Mittel, die Beschäftigungssicherung ermöglichen“, so Bernhard Stiedl. Darüber hinaus fordert die IG Metall einen „Mitgliederbonus“, der beispielsweise die Anschaffung eines Job-Fahrrads oder von ÖPNV-Tickets ermöglicht. Ein „Moratorium für einen fairen Wandel“ soll mit diesen Forderungen zu einer schnellen Lösung führen. „In der derzeitigen wirtschaftlichen Situation ist eine schnelle Lösung mit einer kurzen Laufzeit des Entgelttarifvertrages genau das, was wir brauchen“, so Stiedl.

Mit Blick auf die aktuelle wirtschaftliche Situation ist das „Moratorium für einen fairen Wandel“ ein sinnvolles Angebot an die Arbeitgeber. Die Industrie befindet sich im Umbruch. Die IG Metall wird es nicht akzeptieren, dass Unternehmen diesen Umbruch zum Personalabbau nutzen. Transformation und Digitalisierung verändern die Arbeitsabläufe, der Wandel der Industrie zur Elektromobilität verlangt neue Kenntnisse und Tätigkeiten von den Beschäftigten. „Es ist unsere gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei diesem Wandel alle mitzunehmen. Die Transformation kann nur gelingen, wenn sie nicht einseitig auf Kosten der Beschäftigten geht. Und sie wird auch nur gelingen, wenn wir nicht gegen, sondern beteiligungsorientiert mit den Beschäftigten diesen Wandel gestalten. Sozial, ökologisch und fair“, so die Zweite Bevollmächtigte.