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Ingolstadt, 14.04.2020. Die Corona-Pandemie ist eine enorme Belastungsprobe für die Unternehmen in der Region. In den von der IG Metall Ingolstadt betreuten Betrieben haben 15 bereits Kurzarbeit angemeldet. 15 weitere sind in der konkreten Planung für Kurzarbeit. Dies bedeutet herbe Einkommenseinbußen für die Beschäftigten. Die gesetzlichen Haltelinien liegen bei 60 Prozent, beziehungsweise 67 Prozent für Familien. In einer teuren Region wie Ingolstadt kann dies schnell existenzbedrohend werden.

Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Ingolstadt, Bernhard Stiedl, betonte: „Insbesondere in Krisenzeiten ist die Arbeit der Gewerkschaft wichtig. Von den IG Metall-Betriebsräten konnte in zahlreichen Betriebsvereinbarungen eine deutliche Aufstockung des Kurzarbeitergeldes erreicht werden. In unserer Region wurde durchschnittlich das Kurzarbeitergeld um 24,8 Prozent aufgestockt. Ein Erfolg für die organisierten Betriebsräte und für die Mitglieder der IG Metall.“

Grundsätzlich ist aus Gewerkschaftssicht die Kurzarbeit ein geeignetes Krisenmittel, um in schwierigen Zeiten Beschäftigung und Know-how in den Betrieben zu halten, um bei verbesserter Lage an frühere Erfolge nahtlos anknüpfen zu können. Die IG Metall sieht jedoch politischen Handlungsbedarf bei der Höhe des Kurzarbeitergeldes. „Mit 60 bzw. 67 Prozent sind wir das Schlusslicht in Europa und gleichzeitig herrschen in unserem Land besonders hohe Lebenshaltungskosten. Das ist für viele Menschen auf Dauer nicht machbar. Hier muss die Politik nachbessern“, so der Erste Bevollmächtigte.

Auch für die Geschäftsstelle der IG Metall in Ingolstadt hat sich einiges verändert. Der sonst alltägliche Kontakt mit den Betriebsräten*Innen, Vertrauensleuten und Mitgliedern wird nun über Online-Meetings, Webinare oder Telefonkonferenzen organisiert. „Gerade in diesen turbulenten Zeiten haben wir als IG Metall den Anspruch, für unsere Mitglieder da zu sein,“ so die Zweite Bevollmächtigte, Tamara Hübner. „Jetzt gilt es den Betriebsräten*Innen zur Seite zu stehen. Denn in Krisenzeiten beobachten wir, dass die Mitbestimmungsrechte gelegentlich nicht so ernst genommen werden,“ so Hübner weiter.

Unmittelbar nach Ausbruch der Pandemie wurden von der IG Metall Kommunikationsstrukturen in die Betriebe aufgebaut. „So konnten wir unsere Mitglieder bei der Durchsetzung guter Vereinbarungen unterstützen“, meint Hübner. Die IG-Metall-Geschäftsstelle ist auch während der Corona-Krise für ihre Mitglieder da. Alle Leistungen, Service- und Beratungsangebote der IG Metall stehen den Mitgliedern weiter zur Verfügung. „Gerade jetzt brauchen viele Kolleginnen und Kollegen unsere Unterstützung und Beratung in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen, insbesondere zum Thema Kurzarbeit. Das Team der IG Metall ist in dieser schwierigen Krise für seine Mitglieder da und tut alles, um ihnen zu helfen“, sagt die Zweite Bevollmächtigte.

Zu den regulären Öffnungszeiten ist die IG Metall Ingolstadt ganz normal telefonisch erreichbar: 0841 934090. Auch per E-Mail (ingolstadt@igmetall.de) und postalisch (IG Metall Ingolstadt, Paradeplatz 9, 85049 Ingolstadt) erreichen alle Anliegen der Mitglieder das Team der IG Metall vor Ort. Um einen Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus zu leisten, begrenzt die IG Metall Ingolstadt den Publikumsverkehr auf ein Minimum.