IG Metall geht bundesweit für fairen, sozial-ökologischen Wandel der Industrie auf die Straße

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Mit einer Aktion bei der AUDI AG am 29. Oktober beteiligte sich die IG Metall Ingolstadt am bundesweiten Aktionstag. Für einen fairen Wandel in der Industrie, keine Entlassungen in der Transformation, zukunftsfähige Arbeitsplätze und sichere Ausbildung sowie ein Zukunftsinvestitionspaket in Höhe von 500 Mrd. Euro.

Ingolstadt. „Es geht um viel. Jetzt werden die Weichen für unsere Zukunft gestellt“, macht der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Ingolstadt, Bernhard Stiedl, mit Blick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen in Berlin deutlich. „Die Transformation muss aktiv gestaltet werden, damit niemand unter die Räder kommt. Wir nehmen die Verantwortlichen in die Pflicht. Von der kommenden Bundesregierung verlangen wir ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Deutschland mit guten und sicheren Jobs, bezahlbarer Mobilität und erschwinglicher Energie für alle,“ ergänzt Tamara Hübner, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Ingolstadt.

„Der Verzicht auf Entlassungen in der Transformation, eine tragfähige Perspektive für zukunftsfähige Arbeitsplätze, eine Qualifizierungsoffensive und sichere Ausbildung vor Ort anstelle von Verlagerungen ins Ausland sind unsere zentralen Forderungen“, betonte Bernhard Stiedl. Bis 2030 braucht es zusätzlich öffentliche Zukunftsinvestitionen in Höhe von 500 Milliarden Euro, so eine weitere Forderung. Die Lasten müssen gerecht verteilt, die notwendigen Investitionen durch solidarische Finanzierung getragen werden.

Der Wandel durch Digitalisierung und Klimaschutz betrifft am Industriestandort Ingolstadt alle Branchen: vom Fahrzeugbau und den Autozulieferern bis zum Maschinenbau, von der Elektroindustrie bis zur Textilindustrie und zum Handwerk. Daher beteiligen sich auch weitere Unternehmen an dem Aktionstag in Ingolstadt. Kolleginnen und Kollegen von Airbus Defence and Space GmbH, Wacker Neuson Produktion GmbH und Schaeffler unterstützen die Aktion der IG Metall Ingolstadt bei der Audi AG.

Corona hat diesen Wandel noch beschleunigt – und damit auch die Abbaupläne der Arbeitgeber. Aus diesem Grund fordert die Gewerkschaft auch eine Stärkung der Mitbestimmung in den Betrieben. Es geht um die Zukunft der Beschäftigten und die Zukunft künftiger Generationen.

(Foto v.l.n.r.: Tamara Hübner, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Ingolstadt; Bernhard Stiedl, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ingolstadt)

 

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