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Ingolstadt. „Wir machen Gewerkschaft“ lautet das Motto, mit dem die IG Metall Ingolstadt für die Vertrauensleutewahlen 2020 wirbt. „Die Vertrauensleute sind eine wichtige Schnittstelle der betrieblichen Mitbestimmung. Sie beteiligen Mitglieder und Beschäftigte gemeinsam mit den Betriebsräten und organisieren so eine durchsetzungsfähige und erfolgreiche Mitbestimmung“, sagte Bernhard Stiedl, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ingolstadt. „Mitbestimmung kann viel erreichen: Beschäftigungssicherung, gute und fair bezahlte Arbeit, mehr Zeitsouveränität sowie sinnvolle Weiterbildung. Das sind Themen, die gerade in der Transformation einen hohen Stellenwert bei den Beschäftigten haben“, ergänzt die Zweite Bevollmächtigte Tamara Hübner.

Insgesamt werden im Raum Ingolstadt in 25 Betrieben Vertrauensmänner und -frauen gewählt. So auch im größten Ingolstädter Betrieb, der AUDI AG. Jörg Schlagbauer, Vorsitzender der Vertrauensleute bei Audi, organisiert die Wahlen im Betrieb. „Wir haben großartige Kandidatinnen und Kandidaten, insgesamt 1700, die sich für die Verbesserung der Arbeitsverhältnisse ihrer Kolleginnen und Kollegen einsetzen wollen. Das macht mich schon ein Stück weit stolz, dass das bei Audi einen so hohen Stellenwert bei den Beschäftigten hat.“

Die Wahlen fallen in eine turbulente Zeit. Nicht nur die Automobilindustrie befindet sich in einer wirtschaftlichen „Delle“. Gleichzeitig verhandelt die IG Metall mit den Arbeitgebern in einem „Moratorium für einen fairen Wandel“ über die Zukunftssicherung der Standorte und der Beschäftigten.  „Diese Forderungen, die jetzt mit den Arbeitgebern diskutiert werden, kamen zum Teil auch durch das Feedback der Vertrauensleute zu Stande, da sie nah an den Beschäftigten sind und wissen, wo der Schuh bei der Belegschaft drückt“, so Schlagbauer.

Um auch in der Öffentlichkeit für die wichtigen Vertrauensleutewahlen zu mobilisieren, gestaltet die IG Metall in Ingolstadt eine Plakatkampagne für eine starke Interessensvertretung in den Betrieben im Raum Ingolstadt. „Wir möchten damit so viele Mitglieder wie möglich an die Wahlurne bringen,“ meint Bernhard Stiedl. „Je höher die Wahlbeteiligung, desto höher die demokratische Legitimation unserer Vertrauensleute und umso größer ist der Druck auf den Arbeitgeber,“ so der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Ingolstadt.