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Die erste Delegiertenversammlung der IG Metall Ingolstadt in neu gewählter Zusammensetzung wurde am 25.6.2020 als Online-Veranstaltung abgehalten. 160 teilweise neugewählte Delegierte waren eingeladen, der Veranstaltung von zu Hause aus über den Computer zu folgen.

Der Erste Bevollmächtigte, Bernhard Stiedl, ging in seiner Ansprache an die Delegierten natürlich auf die schwerwiegenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Beschäftigten in der Region Ingolstadt ein. Der von der Automobil- und Luftfahrtindustrie geprägte Standort wird einige Hürden in der Zukunft meistern müssen, um Beschäftigung und Lebensqualität in der Region halten zu können.

„Mit dem Kurzarbeitergeld und der erkämpften Aufstockung ist es uns gelungen, die Beschäftigten in den Betrieben zu halten. Nun ist es aber geboten, mit konjunkturellen Impulsen der Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen. Das Konjunkturpaket der Bundesregierung bietet gerade mit Blick auf die Zukunft gute Ansätze, ist aber aus unserer Sicht, was die Soforthilfe betrifft, etwas zu kurz gesprungen“, so Bernhard Stiedl. In diesem Zusammenhang erneuerte Stiedl die IG Metall-Forderung nach einer kurzfristig beschäftigungswirksamen Initiative. „Die technologieoffene Impulsprämie für E-Fahrzeuge, Hybrid und Verbrennungsmotoren der EU6d(temp)-Norm hätte sowohl eine konjunkturelle Sofortwirkung und eine klimaschutzrelevante Komponente gehabt“, ergänzt der Erste Bevollmächtigte.

Die Zweite Bevollmächtigte, Tamara Hübner, informierte die Delegierten über das kommende Halbjahr. Neben der Vorstandsinitiative „IG Metall vom Betrieb aus denken“, für die die Geschäftsstelle Ingolstadt als Pilotprojektstelle auserkoren wurde, wird nach Hübner die kommende Zeit auch von Themen wie Transformation und Digitalisierung der Arbeit geprägt sein. Die Corona-Pandemie wird nach Ansicht der Transformationsexpertin den Wandel der Arbeit in Sachen Digitalisierung noch beschleunigen. „Es ist unser Anspruch, dafür zu sorgen, dass bei diesem Wandel die Beschäftigten nicht auf der Strecke bleiben und die Vorteile allen zu Gute kommen“, so die Zweite Bevollmächtigte.

Die Tagesordnung der Delegiertenversammlung beschränkte sich auf wenige Punkte. Aufgrund der außergewöhnlichen Veranstaltungsform konnten keine ordnungsgemäßen Wahlen abgehalten oder Beschlüsse gefasst werden. Die Wahl der Geschäftsführung musste somit auf die nächste Versammlung im September verschoben werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf den Fotos: Bernhard Stiedl und Tamara Hübner, Geschäftsführung der IG Metall Ingolstadt