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Schaeffler streicht 1300 Stellen – Auswirkungen auf Ingolstadt noch ungewiss

Logo Pressemitteilung IGM Ingolstadt

Anfang Oktober hat der Arbeitgeber den Wirtschaftsausschuss im Konzern darüber informiert, 1300 Stellen in Deutschland zu streichen. Welche Standorte davon betroffen sein werden, wurde noch nicht bekannt. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit der Organisationsänderung in der Automobilbranche. Nach Einschätzung der Verantwortlichen, werde sich auch die Auftragslage im kommenden Jahr nicht erholen. Fakt ist allerdings auch, Auftragslage, Ertrag und Beschäftigung zeigen aktuell eine positive Entwicklung.

„Die Transformation auf dem Weg zur E-Mobilität verlangt den Unternehmen viel ab. Da ist es für uns als Gewerkschaft klar, dass auch wir einen Beitrag leisten müssen. Die Transformation darf aber nicht als günstige Gelegenheit zum Personalabbau verstanden werden“, so Bernhard Stiedl, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ingolstadt.

Der Betriebsrat fordert eine detaillierte Erklärung der Personalabbaumaßnahmen an den einzelnen Standorten, Prüfung von alternativen Lösungen, den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und den Stopp von Standortschließungen und Verlagerungen.

Robert Lauffer, Betriebsratsvorsitzender am Standort Ingolstadt: „Wir brauchen endlich Klarheit für den Standort Ingolstadt. Das Vorgehen des Unternehmens, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht zu informieren, muss endlich ein Ende haben.“

Am Schaeffler-Standort in Ingolstadt sind derzeit ca. 550 Mitarbeiter beschäftigt. Hier soll auch weiterhin, nach Angaben des Unternehmens, das Produkt „MultiAir“ gefertigt werden. Aus Sicht des Betriebsrates ist der Standort in Ingolstadt gut für die Zukunft aufgestellt. „Die Kolleginnen und Kollegen am Standort Ingolstadt könnten sich auch in Zukunft die Fertigung von Elektromotoren vorstellen. Wir haben motivierte und qualifizierte Mitarbeiter am Standort“, so Robert Lauffer.

Bernhard Stiedl betont noch einmal die Notwendigkeit des Transformationskurzarbeitergeldes. „Beispiele wie Schaeffler zeigen, dass das Transformationskurzarbeitergeld genau der richtige Weg ist, um Unternehmen und Beschäftigten zu helfen. Die Qualifizierung für neue Aufgaben im Unternehmen muss dabei im Vordergrund stehen.“